Sergijew Possad
Die erste Station ab Moskau: blaue Sternkuppeln und die größte funktionierende Glocke Russlands, dazu der Ort, an dem die Matrjoschka in Serie ging.
Russland fängt nicht in Moskau an und hört hinter Sankt Petersburg nicht auf. Hier steht jede Stadt für sich: was du dort wirklich sehen solltest, wie du hinkommst und was dich überrascht, wenn du ankommst.
Neun dieser Städte bilden zusammen den Goldenen Ring und lassen sich als Rundreise ab Moskau fahren. Die übrigen liegen woanders. Die Liste wächst weiter.
Die erste Station ab Moskau: blaue Sternkuppeln und die größte funktionierende Glocke Russlands, dazu der Ort, an dem die Matrjoschka in Serie ging.
Ein See so groß wie ein Meeresarm und Peters einziges erhaltenes Boot. Dazu ein Stein, um den sich Legenden ranken.
Die Stadt, die man hört, bevor man sie sieht: Jede Glocke hat einen Namen, und die drei größten bilden zusammen einen Dreiklang.
Der jüngste Zugang zum Goldenen Ring und der Ort, an dem 1591 die Zeit der Wirren begann: ein Kreml ohne Mauern, eine Kirche mit drei Zelten, dazu ein Wasserkraftwerk mit eigenem Museum.
Die Kaufmannsstadt an der Wolga: eine Kirche als Mittelpunkt eines Stadtplans, dazu ein Erntefeld als Fresko und ein Kachelrahmen von acht Metern.
Eine Stadt, die zur Wolga hin abfällt, mit einem Markt, in dem eine Kirche steht, und einer Elchfarm vor den Toren, die bis heute Elchmilch als Heilmittel gewinnt.
Die Ring-Stadt, deren Bild nicht von mittelalterlichen Kuppeln geprägt ist, sondern von Textil und Backstein: ein Wohnhaus in Schiffsform und Kleiderstoff, auf dem Traktoren gemustert sind.
Keine Bahn, kaum ein Haus, das eine Kirche überragt: Susdal ist per Regierungsbeschluss von 1967 zum touristischen Zentrum erklärt worden, und sieht auch so aus.
Eine Kirche als steinernes Bilderbuch und das einzige erhaltene Stadttor der vormongolischen Rus. Im April steht dazu das berühmteste Motiv des Rings auf einer Insel.
Eine Festungsstadt aus Kalkstein im Nordwesten, mit dem einzigen so vollständig erhaltenen monumentalen Freskenensemble Russlands aus vormongolischer Zeit.
Einzelne Tage, ausführlich erzählt. Die Stadtporträts oben liefern den Überblick, hier stehen die Geschichten dahinter: Station für Station, in der Reihenfolge, in der man sie abläuft. Zu jeder Stadt gibt es inzwischen einen Bericht.
Im Dorf leben neun Menschen, und über ihnen steht ein Glockenturm von 30 Metern. In den 1930er Jahren wurden alle Kirchen der Umgebung geschlossen, diese eine nicht. Wie das zuging, wer dafür ins Lager ging und was du heute drinnen zu sehen bekommst.
9 Min. Lesezeit
Im Kreml von Uglitsch starb 1591 der letzte Sohn Iwans des Schrecklichen, und der Tod des Kindes kippte ein ganzes Reich. Heute steht an der Stelle eine blutrote Kirche mit einer Glocke, die Sibirien gesehen hat, nebenan wächst eine Holzfestung, und im Uhrenmuseum liegt ein Leipziger Messediplom von 1966. Ein Tag an der Wolga.
5 Min. Lesezeit
Seit 2017 arbeiten die neun Städte des Goldenen Rings in einem eigenen Verband zusammen, mit Sitz in Jaroslawl. Was die Golden Ring Union für Reisende tut, warum sie hinter meiner Reise nach Uglitsch steckt und wieso sie jetzt der ständige Partner dieser Seite ist.
3 Min. Lesezeit
Dreißig Kilometer hinter Uglitsch steht die Troika, die es im Gebiet Jaroslawl laut Hof kein zweites Mal gibt, gefahren von einer zweifachen russischen Meisterin. Dazu ein Pferdemuseum im Dorf, Häuschen zum Bleiben und ein Hofladen. Was dich erwartet, was es kostet und wie du auch ohne Russisch hinkommst.
4 Min. Lesezeit
Der höchste Dorfglockenturm Russlands steht elf Kilometer von Rostow Weliki in einem Ort mit 1388 Einwohnern. Die berühmte Zahl dazu ist falsch, und die richtige ist interessanter. Dazu 21 Glocken, eine Uhr mit Wochenwerk und ein Bücherschrank auf dem Spielplatz, der eine Vorgeschichte hat.
7 Min. Lesezeit
Pskow suchte sich seinen Fürsten selbst aus, und der beste kam aus Litauen. 1348 erkannte Nowgorod die Eigenständigkeit an, 1510 wurde bei Tagesanbruch die Versammlungsglocke abgenommen. Ein Tag entlang dieser Geschichte, mit einem Hinweis, der über den Besuch der Fresken entscheidet.
4 Min. Lesezeit
Fast alles, wofür Wladimir berühmt ist, hat ein einziger Mann in Auftrag gegeben. Zehn Kilometer außerhalb steht der Rest seines Wohnhauses, das einzige erhaltene Zivilgebäude der vormongolischen Rus. Dort wurde er 1174 erschlagen, und die Namen der Täter stehen bis heute an einer Kirchenwand.
4 Min. Lesezeit
Vom Kreml bis zum Erlöserkloster sind es keine drei Kilometer. Auf dieser Strecke liegen eine per Erlass geschützte Wiese, das Grab einer verstoßenen Großfürstengattin, ein Kloster, das Gefängnis war, und die Stelle, an der Tarkowski seine Glocke goss.
5 Min. Lesezeit
Ein Haus wie ein Schiff, eines wie ein Hufeisen, eine Schule in Vogelform und ein Wohnblock, den man nur zum Arbeiten verlassen sollte. Alles in einem Kilometer Umkreis, alles bewohnt. Ein Tag in der einzigen Stadt des Goldenen Rings, in der du keine Kuppeln suchst.
4 Min. Lesezeit
Der Fächer Katharinas ist erfunden, der Pavillon am Ufer wurde siebzig Jahre nach Ostrowskis Tod gebaut, und von Iwan Sussanin ist weniger belegt, als auf dem Sockel steht. Was übrig bleibt, ist trotzdem gut. Ein Tag vom Platz hinunter zur Wolga.
4 Min. Lesezeit
Vier Monate lang war Jaroslawl die Hauptstadt Russlands und prägte eigenes Geld. Hier lag das einzige Exemplar des Igorliedes, bevor es verbrannte. Und ein Kaiser bezahlte der Stadt ihre Uferpromenade. Ein Tag am Fluss, Station für Station.
5 Min. Lesezeit
Rostow lag zuerst woanders, und diesen Ort gibt es nicht mehr. Ein Klausner am Rand des Gebiets segnete die Männer, die 1612 nach Moskau zogen. Und das schönste Kloster der Stadt steht am See, bezahlt von einem Grafen. Ein Tag in der Reihenfolge, in der er sich erzählt.
4 Min. Lesezeit
Auf dem Hauptplatz wurde Alexander Newski geboren, am Nordrand starb ein Steuereintreiber, der zum Büßer wurde, und über der Stadt steht ein aufgelöstes Kloster voller Museum. Ein Tag in der Reihenfolge, in der die Stadt sich erklärt.
4 Min. Lesezeit
Das Kloster, für das alle herkommen, hat einmal fünfzehn Monate Belagerung ausgehalten. Sein Gründer stammte aus Rostow, seine Eltern liegen eine Bahnstation früher, und der Saal hinter der bemalten Fassade ist der größte stützenfreie Raum Russlands. Ein Tag, in der Reihenfolge, in der er funktioniert.
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