Pereslawl-Salesski
Am Pleschtschejewo-See: die Verklärungskathedrale, Peters Boot und Wege zwischen Erdwall und Ufer.
Pereslawl-Salesski verbindet einen Spaziergang am Erdwall mit Ausflügen an den Pleschtschejewo-See. Wähle für einen kurzen Besuch zuerst die Ziele im Zentrum und ergänze dann die Fahrt ans Ufer.
Eine Mörderliste an der Wand einer Kathedrale von 1152
Die Verklärungskathedrale gehört zu den Zielen im Stadtzentrum. Ihre Baugeschichte und die eingeritzte mittelalterliche Inschrift stehen im Tagesbericht; für einen Innenbesuch prüfst du die Zugänglichkeit beim Museum.
Der See ist der Hauptdarsteller
Trenne bei der Planung den Spaziergang im Zentrum von den Zielen am See. Das Bootsmuseum in Weskowo und der Blaue Stein liegen außerhalb des kompakten Stadtrundgangs. Plane dafür eine eigene Fahrt und genügend Zeit am Ufer.
Das Boot, aus dem eine Flotte wurde
Auf einem Hügel über dem See steht die „Fortuna“, das einzige erhaltene Boot aus der „Lustflotte“, die der junge Peter I. zwischen 1688 und 1693 auf diesem See aufbauen ließ. Ein Brand zerstörte 1783 alle übrigen Schiffe. Die „Fortuna“ überstand ihn, weil sie separat lagerte.
Die „Fortuna“ ist 7,34 Meter lang und 2,38 Meter breit. Sie war für fünf Riemenpaare ausgelegt. Die Übungen auf dem See waren ein früher Schritt beim Aufbau der russischen Kriegsmarine.
Das Haus dazu wurde 1803 eingeweiht und gilt als das älteste Provinzmuseum Russlands.
Zwei goldene Fische im Wappen
Im Stadtwappen schwimmen zwei Fische, und das hat einen Grund. Die Rjapuschka, eine kleine Maräne aus dem See, hieß am Zarenhof „Zarenhering“. Geräuchert kam sie bei herrschaftlichen Festessen auf den Tisch.
1668 erging ein Fangverbot für zu kleine Fische, einer der ersten russischen Naturschutzerlasse überhaupt. Heute steht die Pereslawler Rjapuschka im Roten Buch. Angeboten wird sie trotzdem. Ob der Fisch wirklich aus dem geschützten Bestand des Sees stammt, lässt sich ohne Herkunftsnachweis nicht prüfen.
Der Blaue Stein
Am Nordostufer liegt ein Findling von etwa zwölf Tonnen. Trocken ist er grau. Nass wird er blau.
In vorchristlicher Zeit war er ein Kultobjekt, und die Geschichte, die man sich erzählt, geht so: Ein Diakon ließ ihn vergraben. Jahre später soll er wieder oben gelegen haben. Dann wollte man ihn übers Wintereis abtransportieren, das Eis brach, der Stein sank in etwa fünf Meter Tiefe. Fischer bemerkten später, dass er sich langsam am Grund bewegte.
Heute liegt er wieder am Ufer und ragt nur flach aus dem Boden.
Für die Besucherzone am Stein brauchst du grundsätzlich eine kostenpflichtige Genehmigung des Nationalparks. Sie ist täglich von 8 bis 21 Uhr geöffnet.
Ein Bügeleisenmuseum und im Ort Talizy das Schmalspurbahnmuseum „Kukuschka“, in dem du einen Kilometer mit der Handdraisine fahren kannst. Pereslawl sammelt.
Wann und wie
Der „Pereslawler Express“ ist bei RZD Tour als organisierte Tagesreise Moskau–Pereslawl–Moskau ausgeschrieben. Prüfe die konkreten Reisetermine und enthaltenen Leistungen; das Angebot ist kein täglich nutzbarer Linienzug. Für eine individuelle Fahrt mit Bus oder Auto plane die Weiterfahrt zu den Seezielen zusätzlich.
Die Suche und Buchung erläutert der Bahnratgeber.
Museum-Reservat, Museiny-Gässchen 4: museum@pereslavl.ru. Nenne bei der Anfrage Datum, Personenzahl und gewünschte Ausstellung. Die Kontaktadresse ist nicht automatisch der Treffpunkt einer Führung.
Mehr dazu
Meinen ausführlichen Bericht über die Stadt gibt es hier: Pereslawl-Salesski: Ein Tag zwischen Erdwall und Seeufer.
Redaktion, Anreisehinweise und Besuchskontakt geprüft am 6. September 2026; Kontaktquelle: russisches Museum beziehungsweise Museumsverzeichnis des Städtebunds. Für unveränderte historische Angaben gilt der oben genannte Quellenstand. Termine beim jeweiligen Veranstalter bestätigen.